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Sabine Grunau
Bauamt
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BPLAN Becherwald Screenshot

Bebauungsplan "Becherwald" 

Der Planbereich umfasst den bisherigen Bebauungsplan „Becherwald Teilbereich I und II“ und Teilbereiche der Bebauungspläne „Ziegelei“, 1. Änderung „Ziegelei“ und „Ziegelei Teilbereich II.

Die Bebauung am Becherwald erfolgte ursprünglich überwiegend nach § 34 BauGB. Aufgrund des zunehmenden Baudrucks infolge von Flächen- und Wohnungsmangel in der Region Freiburg wurde bereits 2001 ein Bebauungsplan für diesen Bereich rechtskräftig. Die Intention der Planung war, die bauliche Entwicklung stärker zu steuern und den Bauherren dennoch weitgehende Gestaltungsspielräume zu erhalten. Die Praxis zeigt jedoch, dass die Freiräume weniger zur beliebigen Gestaltung des Bauvorhabens genutzt wurden, sondern deren maximale Ausschöpfung immer mehr zur Regel wird.

Daher wurden insbesondere aus dem Baugebiet selbst Stimmen laut, die eine restriktivere Planung zum Erhalt des Gebietscharakters wünschen. Bestimmte Festsetzungen sind zudem inhaltlich, aber auch formal, zwischenzeitlich als nachbesserungswürdig zu betrachten. Für den Bebauungsplan wurde daher am 11. April 2019 der Aufstellungsbeschluss gefasst. Auch wurde eine Veränderungssperre erlassen und um ein Jahr verlängert, die am 17. April 2022 ausläuft. Daneben warten Bauherren darauf, dass die Gemeinde ihre Planung schnellstmöglich abschließt, damit sie mit ihren Bauvorhaben beginnen können.

Aufgrund der Größe des Plangebiets, der überwiegenden Bestandsbebauung und der unterschiedlichen Grundstückslagen-, -größen, -zuschnitte und Topografien war ein erhöhter planerischer Vorlauf unter Einbeziehung der Betroffenen notwendig. Dabei wurde auch durch die Rückläufe aus den Stellungnahmen der frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung der Spannungsbogen aufgezeigt, den der Gemeinderat aufzulösen sucht.Aus ökologischen Gründen sowie des sparsamen Umgangs mit Grund und Boden soll eine moderate Nachverdichtung bei Wahrung des Gebietscharakters weiterhin möglich sein. Diese abstrakte Zielsetzung wird vom Gemeinderat durch die jeweiligen Festsetzungen im Bebauungsplan nun konkretisiert. Wichtig ist zu betonen, dass genehmigte Nutzungen Bestandschutz genießen.

Daher wurden für den ersten Entwurf für die Frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung die folgenden wesentlichen Änderungen zum alten Bebauungsplan aus 2001 vorgenommen:

- klar umrissene Baufenster i. d. R. mit Hauptbaukörper und Anbau (bisher grundstücksübergreifende, durchgehende Baufenster)

- 2 Stellplätze je Wohneinheit (bisher 1,5)

- maximale Gebäudebreit 18 m (bisher keine Begrenzung)

- Sicherung der Durchlässigkeit durch Bauverbot an der Grundstücksgrenze (bisher Grenzbebauung durch Nebenanlagen zulässig)

- Eingrünung des Vorbereichs bei den hangseitigen Grundstücken (bisher vollständige Abtragung möglich)

- Wohneinheiten begrenzt auf das Baufenster (bisher auf Gebäude)

- Konkretere Vorgaben zur Dachgestaltung mit Prinzipskizzen (bisher ohne)

- absoluter Bezugspunkt für Trauf- und Firsthöhen (bisher relativer Bezugspunkt zum vermeintlichen Geländeniveau)

Der Erhalt der großen Grünzonen zwischen der Bebauung ist ein Grundzug der Planung. Auf eine Bebauung in zweiter Reihe wurde in diesen Bereichen bewusst verzichtet.

In seiner Sitzung am 10. Juni 2021 hatte der Gemeinderat beschlossen, den Bebauungsplanentwurf im Rahmen einer frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung auszulegen. Diese Auslegung fand vom 28. Juni bis 30. Juli 2021 statt. Aufgrund der Rückmeldungen aus dieser frühzeitigen Beteiligung wurden folgenden wesentliche Änderungen zum ersten Entwurf vorgenommen:

- stärkere Orientierung der Baufenster am Bestand

- Wiedereinräumung vereinzelter Baufenster

- Reduzierung der maximalen Traufhöhen auf den talseitigen Grundstücken von 6 m auf 4,5 m

- keine Beschränkungen für Photovoltaik

- Verbot von Ferienwohnungen

- Wendehammer „Im Hau“ festgesetzt

- Gehwegerweiterungsflächen an der Straße „Becherwald“ gesichert

In der Sitzung am 20. Januar 2022 hat der Gemeinderat den Bebauungsplanentwurf gebilligt und die Durchführung der öffentlichen Auslegung (Offenlage) beschlossen. Diese fand statt vom 7. Februar 2022 bis 11. März 2022.

Am 17. März 2022 hat der Gemeinderat die Veränderungssperre „Becherwald Teilbereich I“ nochmalig um ein Jahr verlängert.

In der Sitzung am 21. Juli hat der Gemeinderat die Abwägung aus der 1. Offenlage vorgenommen. Aufgrund der eingegangenen Stellungnahmen wurde der Bebauungsplanentwurf erneut geändert (u. a. Freihaltung von Bereichen zwischen Baufenstern, Exakte Vorgaben zur Höhenentwicklung).

Der Gemeinderat hat den Bebauungsplanentwurf gebilligt und die Durchführung der erneuten öffentlichen Auslegung (2. Offenlage) beschlossen.

Verfahren

  • 06.06.2019 Aufstellungsbeschluss und Erlass Veränderungssperre
  • 04.03.2021 Verlängerung Veränderungssperre
  • 10.06.2021 Beschluss zur frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung
  • 28.06.2021 Beginn Beteiligung
  • 30.07.2021 Ende Beteiligung
  • 20.01.2022 Beschluss zur öffentlichen Auslegung
  • 07.02.2022 Beginn Auslegung (Offenlage)
  • 11.03.2022 Ende Auslegung (Offenlage)
  • 17.03.2022 Nochmalige Verlängerung Veränderungssperre
  • 21.07.2022 Beschluss zur öffentlichen Auslegung
  • 08.08.2022 Beginn der Auslegung (2. Offenlage)
  • 23.09.2022 Ende Beteiligung

Letzte Aktualisierung:

  • 27. Juli 2022

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